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Umweltschutz staut sich auf 25 Kilometern

Die Geld für Müll GmbH führt verbrauchte Druckerpatronen der Ressourcen schonenden Wiederaufbereitung zu - Verbraucher sparen bis zu 96 Prozent.

"Tintenpreis-Wucher" nennt die Europäische Kommission die Preisbemessung von neuen Tintenpatronen und Tonerkartuschen für Drucker, Kopierer und Faxgeräte. Bereits 2002 rechneten die Brüsseler EU-Beamten den großen Druckerherstellern vor, dass zwei Originalpatronen im Handel oftmals teurer seien als ein neuer Drucker. Dem Absatz neuer Patronen schadet die horrende Preispolitik der Gerätehersteller indes nicht. 55 Millionen Tintenstrahlpatronen und 8 Millionen Tonerkartuschen gehen in Deutschland dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (BAUM e.V.) zufolge jährlich über die Ladentheke - Tendenz steigend. Über die finanzielle Belastung der Verbraucher hinaus bedeuten die über 350 Millionen in Europa jedes Jahr verkauften Druckerbehältnisse eine enorme Umweltschädigung. Alleine in Deutschland landen rund 80 Prozent der verbrauchten Kartuschen im Müll, obwohl Tintentank und Druckkopf in den meisten Fällen noch einwandfrei funktionieren. In Lastwagen verpackt, ergäbe diese Menge eine Autoschlange von 25 Kilometern Länge. Dabei können die Patronen ohne Qualitätseinbußen wiederbefüllt werden.

"Wenn wir das Leergut wieder aufbereiten, tragen wir damit langfristig den Müllberg ab und schonen wichtige, nicht nachwachsende Ressourcen wie Öl, Kupfer oder Zink", erklärt Ingo Wegner, Geschäftsführer der Geld für Müll GmbH. Der 34-Jährige kennt sich aus in der Welt der Tinte und Toner. Mit 22 Jahren gründet Wegner 1998 gemeinsam mit seiner Frau Britta im fränkischen Hilpoltstein das Unternehmen Datatrans und konzentriert sich auf den Handel leerer Patronen und Kartuschen. Weil die Originalhersteller den Nachbau von Druckermodulen mittels restriktiver Patentregelungen verhindern, sind Anbieter alternativer Patronen und Kartuschen, wie Highlife, Pelikan oder GeHa, auf intakte Leermodule angewiesen. Wegner erkennt diesen Markt und baut das Unternehmen vom kleinen Garagenbetrieb zu einem der größten Recyclingdienstleister für Tintenpatronen und Kartuschen in Deutschland aus. 2003 benennt Wegner das florierende Unternehmen dann in "Geld für Müll" um. Seither beliefert der gebürtige Nürnberger alternative Patronenproduzenten mit dem notwendigen Leergut. Nach Angaben des Fachmagazins Computerbild sparen Verbraucher mit Hilfe solcher alternativer Patronen und Kartuschen bis zu 96 Prozent gegenüber Originalmodulen.

40.000 Leergutlieferanten vermeiden monatlich rund 41 Tonnen Abfälle

Heute beschäftigt die Geld für Müll GmbH in Hilpoltstein 15 Mitarbeiter und kauft von mehr als 30.000 Leergutlieferanten verbrauchte Druckerpatronen und Tonerkartuschen auf. Vom international tätigen Konzern bis zur Privatperson reicht dabei die Bandbreite der GfM-Kunden. Für die leeren Patronen und Kartuschen erhalten die Lieferanten im Gegenzug eine Leergutprämie. Bis zu 20 Euro zahlt Wegner seinen Kunden für einzelne Druckermodule. Monatlich fließen so rund 140.000 Euro von der Geld für Müll GmbH an die teilnehmenden Verbraucher. Über den finanziellen Erlös hinaus profitiert aber auch die Umwelt: "Derzeit verwerten wir rund 90 Prozent der Kartuschen- und 100 Prozent der Tintenpatronenbestandteile", sagt Wegner. Auf diese Weise vermeidet das Hilpoltsteiner Unternehmen jeden Monat rund 31 Tonnen Abfälle. "Unser Ziel ist es, sowohl den Anteil der recycelfähigen Patronenbestandteile wie Kunststoffe und Metalle auf annähernd 100 Prozent zu erhöhen, als auch den Gesamtanteil wiederbefüllter Patronen und Kartuschen auf dem deutschen Markt aufzustocken". Nach Angaben des europäischen Dachverbandes "Etira" (European Toner and Inkjet Remanufacturers Association) werden derzeit rund 25 Prozent der weltweit verkauften Tonerkartuschen und Patronen wiederbefüllt. Alleine in der EU, schätzt der Dachverband, erwirtschaften die annähernd 65.000 Arbeitnehmer der Branche einen Jahresumsatz von über 1,2 Milliarden Euro.

Aus ganz Deutschland erreichen Wegner leere Patronen und Kartuschen. "Etwa 15 Prozent des Leerguts erhalten wir darüber hinaus von Kunden aus dem angrenzenden Ausland", erklärt Wegner. Die Verbraucher sammeln die leeren Module wahlweise in eigenen Behältnissen oder in einer kostenfreien GfM-Sammelbox. Je nach Leergutmenge variiert die Boxengröße vom Umzugskarton bis zur Europalette. In Hilpoltstein trennen Fachkräfte die eingegangenen Patronen und Kartuschen mit Hilfe technischer Prüfverfahren in funktionstüchtige und defekte Leermodule. Nur intakte Druckerpatronen werden vergütet und wandern wiederbefüllt in den Einzelhandel zurück. Ein Entsorgungsspezialist teilt das nicht wieder verwendbare Restleergut in seine Einzelbestandteile und verwertet die Rohstoffe. "Gemäß dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, das einen möglichst Ressourcen schonenden Umgang mit Rohstoffen vorschreibt, können wir den Großteil der Leergutelemente der Wiederaufbereitung zuführen", erklärt Britta Wegner. Bevor Kunststoffe - Hauptbestandteil der Patronen und Kartuschen - ungenutzt auf der Deponie landen, dient das Rohmaterial beispielsweise als Ersatzbrennstoff der Erzeugung von Fernwärme. "Die Wiederbefüllung einer bereits im Umlauf befindlichen Patrone spart dabei natürlich immense Ressourcen gegenüber der Produktion einer neuen Kartusche", betont Wegner.

Leergutspende ermöglicht Familien kranker Kinder ein Zuhause auf Zeit

Innerhalb von sieben Werktagen nach Eingang der verbrauchten Druckermodule bei GfM erhalten die teilnehmenden Leergutlieferanten die entsprechende Abrechnung sowie einen gesetzlich vorgeschriebenen Verbleibsnachweis. Seit 2006 bietet der fränkische Recyclingdienstleister seinen Kunden überdies die Möglichkeit, mit Hilfe ihrer Leergutspende, das Ronald McDonald Kinderhaus in Erlangen zu unterstützen. In der gemeinnützigen Einrichtung finden Familien schwer kranker Kinder im direkten Umfeld des Erlanger Universitätsklinikums ein Zuhause auf Zeit. Eltern, Geschwister und Angehörige können während einer Behandlung nah bei ihren Kindern sein und ihnen das geben, was die Medizin nicht zu geben vermag: Liebe, Kraft und Zuversicht. "Über die positive Resonanz unserer Kunden auf diese Spendenidee haben wir uns sehr gefreut", berichtet Britta Wegner. "Auf Anhieb meldeten sich einzelne Leergutlieferanten, von der Einzelperson bis zum Unternehmen und spendeten ihre leeren Patronen und Kartuschen für die gute Sache". Alleine im vergangenen Jahr kamen so annähernd 14.000 Euro für das Elternhaus der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung zusammen.

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