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63 Millionen Gründe die Umwelt zu schützen
Die Geld für Müll GmbH führt verbrauchte Druckerpatronen der Ressourcen schonenden Wiederaufbereitung zu - Verbraucher sparen bis zu 96 Prozent"Tintenpreis-Wucher" nennt die EU-Kommission die Preisbemessung von neuen Tintenpatronen und Tonerkartuschen für Drucker, Kopierer und Faxgeräte. Bereits 2002 rechneten die Brüsseler Beamten den großen Druckerherstellern daher vor, dass zwei Originalpatronen im Handel oftmals teurer seien als ein neuer Drucker. Dem Absatz neuer Patronen schadet die horrende Preispolitik der Gerätehersteller indes nicht. 55 Millionen Tintenstrahlpatronen und 8 Millionen Tonerkartuschen gehen in Deutschland nach Angaben des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (BAUM e.V.) jährlich über die Ladentheke - Tendenz steigend. Über die finanzielle Belastung der Verbraucher hinaus bedeuten die über 350 Millionen in Europa jedes Jahr verkauften Druckerpatronen eine enorme Umweltschädigung. Alleine in Deutschland landen rund 90 Prozent der verbrauchten Kartuschen im Müll. Dabei können die Patronen ohne Qualitätseinbußen wiederbefüllt werden.
"Wenn wir das Leergut wieder aufbereiten, reduzieren wir damit den anfallenden Müll und schonen wichtige, nicht nachwachsende Ressourcen wie Öl, Kupfer oder Zink", erklärt Ingo Wegner, Geschäftsführer der Geld für Müll GmbH. Seit elf Jahren konzentrieren sich der gebürtige Nürnberger und seine Ehefrau Britta auf den Handel leerer Patronen und Kartuschen. Weil die Originalhersteller den Nachbau von Druckermodulen mittels restriktiver Patentregelungen verhindern, sind Anbieter alternativer Patronen und Kartuschen, wie Pelikan, GeHa oder Highlife, auf intakte Leermodule angewiesen. Die Wegners erkennen diesen Markt frühzeitig und bauen die Geld für Müll GmbH vom kleinen Garagenbetrieb zu einem der größten Recyclingdienstleister für Tintenpatronen und Kartuschen in Deutschland aus. Seither beliefert das Unternehmerpaar nicht nur alternative Patronenproduzenten mit dem notwendigen Leergut, sondern bietet unter dem Namen Highlife selbst wiederbefüllte Druckermodule zum kleinen Preis an.
15.000 Leergutlieferanten vermeiden monatlich rund 31 Tonnen Abfälle
Heute kauft Geld für Müll von mehr als 15.000 Leergutlieferanten verbrauchte Druckerpatronen und Tonerkartuschen auf. Vom international tätigen Konzern bis zur Privatperson reicht dabei die Bandbreite der GfM-Kunden. Für die leeren Patronen und Kartuschen erhalten die Lieferanten im Gegenzug eine Leergutprämie. Bis zu 20 Euro zahlt Wegner seinen Kunden für einzelne Druckermodule. Monatlich fließen so rund 80.000 Euro von der Geld für Müll GmbH an die teilnehmenden Verbraucher. Über den finanziellen Erlös hinaus profitiert aber auch die Umwelt: "Derzeit verwerten wir rund 90 Prozent der Kartuschen- und 100 Prozent der Tintenpatronenbestandteile", sagt Britta Wegner. Auf diese Weise vermeidet das Hilpoltsteiner Unternehmen jeden Monat rund 31 Tonnen Abfälle.
"Über den direkten Umweltnutzen hinaus setze ich das deutschlandweite Recyclingangebot von Geld für Müll zur Kundenbindung ein und erfahre seit über fünf Jahren eine positive Rückmeldung meiner Abnehmer", zeigt sich Gitta Reimann überzeugt von dem GfM-System. Seit 2004 nimmt die selbstständige Handelsvertreterin des Büro- und Technik-Dienstleisters AGS EDV-Zubehör in Magdeburg das Leergut ihrer Kunden als zusätzliche Serviceleistung entgegen und leitet die Druckermodule an das Hilpoltsteiner Recyclingunternehmen weiter. Als Anbieter von Tonerkartuschen und Druckerpatronen für über 60.000 handelsübliche Geräte macht die Rücknahme und Verwertung leerer Verbrauchsmaterialien für Reimann Sinn: "Dank GfM kann ich meiner Kundschaft einen Ressourcen schonenden Umgang mit dem Leergut garantieren und einen sinnvollen Rund-Um-Service anbieten", meint die 44-Jährige. Über das Jahr verteilt zahlt Reimann den teilnehmenden Geschäftspartnern über 1.500 Euro Leerguterlös aus.













